Wissenswertes über Champignons und Co.

Zucht- oder Kulturpilze sind das ganze Jahr über in gleich bleibender Qualität erhältlich. Dazu gehören weiße und braune Champignons, Austernpilze und Shiitakepilze. Pfifferlinge und Steinpilze hingegen gibt es nur im Herbst. Die einzelnen Pilzsorten unterscheiden sich aber auch ansonsten voneinander.

Champignons
auch Engerlinge genannt, kennt jeder. Sie sind weit verbreitet und ganzjährig im Angebot. Die Hüte junger Champignons sind fest geschlossen und mit dem Stiel verwachsen, mit zunehmendem Alter öffnet sich der Hut. Das Fleisch der Zuchtchampignons ist weiß, mild und mandelartig im Geschmack. Champignons sind als abgeschnittene oder nicht abgeschnittene Champignons im Handel. Bei abgeschnittenen Champignons wurde der untere Teil des Stiels entfernt.

Braune Champignons
(oder Crème - Champignons, Braune Engerlinge) sind eine spezielle Züchtung aus der Champignonfamilie. Ihr borkiger Hut hat die Farbe von hellem Milchkakao. Sie sind aromatischer, länger haltbar und nicht so druckempfindlich wie weiße Champignons. Ihr Geschmack ähnelt eher dem der Wildchampignons.

Es gibt auch noch andere Pilzarten, von denen ich euch auch einiges berichten kann:

Austernpilze 
- auch Austernseitlinge und wegen ihres Geschmacks Kalbfleischpilze genannt - haben sich neben den Champignons als Kulturspeisepilze am Markt durchgesetzt. Die muschelförmigen, kurzstieligen Pilze haben je nach Art und Anbaubedingungen weiße, gelbe, blaue, graue oder braune Hüte. Der fächerförmige, nach unten gebogene Hut hat in der Regel einen Durchmesser von vier bis zehn Zentimetern, kann aber auch bis zu 20 Zentimeter groß werden. Das Fleisch ist weiß und fest. Austernpilze werden sowohl ohne als auch mit Stiel und in Traubenform gehandelt. Sie haben einen aromatischen und kräftigen Eigengeschmack.

Shiitakepilz
Als besonders aromatisch und wohlschmeckend gilt der Shiitakepilz unter den Kulturspeisepilzen. Der auf Baumstämmen wachsende Pilz stammt aus Japan, erfreut sich aber in Europa zunehmend an Beliebtheit und wird hier nicht nur für asiatische Gerichte verwendet. Der Pilz besitzt einen kurzen Stiel, einen hell- bis dunkelbraun gefärbten, geschuppten, fünf bis zwölf Zentimeter großen, glockigen Hut mit eng stehenden Lamellen. Sein Fleisch ist fest und saftig, weiß bis bräunlich. Bei frischen Pilzen ist der Hut gewölbt. Dem Shiitakepilz werden auch Heilwirkungen zugeschrieben. Wegen seines vergleichsweise geringen Ertrages beim Anbau ist er teurer als andere Kulturpilze.
Es fallen mir auch noch zwei Arten ein, die wir nicht vergessen sollten.

Pfifferlinge
Der Pfifferling heißt auch Eierschwammerl, Gelbling, Dotterpilz, Rehfüßchen oder Rehling.
Sein Erkennungszeichen ist der trichterförmige Hut mit herabfallenden Lamellen. Die kleinen gelben Pilze duften intensiv. Sie schmecken umso besser, je kleiner und fester sie sind. Roh haben sie einen pfefferartigen Geschmack. Sie wachsen von Juli bis November in Laub- und Nadelwäldern.

Steinpilze
Der Steinpilz (Herrenpilz) hat je nach Standort einen hell- bis kastanienbraunen Hut, der acht bis 20 Zentimeter breit ist und bei jungen Pilzen eine halb kugelige Form hat (bei älteren Pilzen schirmartig). Die Röhren sind zunächst weißlich, später gelbgrün, dunkeloliv oder dunkelbraun. Der Stiel ist weißlich bis bräunlich gefärbt und wird nach unten hin dicker. Der Steinpilz wächst an Weg- und Waldrändern, in Nadel- und Laubwäldern und schmeckt nussartig.

Kommentare