Wissen über Stärkemehl aus Mais, Weizen und Kartoffeln

Speisestärke wird durch Auswaschen aus Kartoffeln und Getreide gewonnen. Die Markenprodukte Gustin, Maizena und Mondamin werden aus Mais hergestellt, andere Sorten lassen leider nicht immer erkennen, woraus sie gemacht sind.

Sauce binden und legieren:
Dafür ist jede Speisestärke gut geeignet. Im Vergleich zu Mehl gerät die Bindung weicher, leichter und schneller, weil kurzes Aufkochen genügt. Für 1L Flüssigkeit sind 50g Mehl nötig; aber nur 30g Stärke, die außerdem die angenehme Eigenschaft hat, das Legieren sicherer zu machen. Eigelb einfach mit etwas Speisestärke und keltem Wasser, Milch, Sahne oder Brühe verquirlen, in die kochende Sauce rühren und ruhig noch einmal aufkochen lassen, sie gerinnt nicht.

Rettung für Knödel
Wenn der Probekloß misslingt, hilft am besten Hinzufügen von wenig Speisestärke, weil sie Flüssigkeit bindet und dabei nicht verkleistert. Auch das Kochwasser kann man mit etwas Speisestärke binden, damit weniger Geschmacksstoffe ins Kochwasser übergehen.

Stärke macht Kuchen und Gebäck sandig, mürb und feinporig. Daher der Name Sandkuchenteig, der teilweise oder nur mit Speisestärke zubereitet wird. Bei Biskuit kann man das Mehl ganz oder teilweise durch Stärke ersetzen, Baiser wird mit einer Spur davon weniger klebrig. Beim Mürbteig kann 1/4 des Mehls durch Stärke ausgetauscht werden und beim Rührteig die Hälfte. Für alle Arten verspricht Weizenstärke ( Weizenpuder ) das beste Backergebnis.

Pudding und Süßspeisen:
Für Süßspeisen zeigt die Stärke aus Mais ihre Stärken. Sie hält Puddings und Flammeris zum Stürzen am besten in Form. Sie schafft Festigkeit, gepaart mit Zartheit im Gegensatz zu den anderen Speisestärken, die eher zäh machen. Kartoffelstärke bindet Saures weniger gut und ist deshalb nicht empfehlenswert für Speisen mit Früchten und Wein.

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