Trockenobst oder - gemüse, Ballaststoffe mit köstlichem Aroma

Obst und Gemüse in der Sonne zu trocknen, war eines der ersten Konservierungsverfahren unserer Urahnen. Trockene Hitze entzieht den Nahrungsmitteln Feuchtigkeit, die wiederum einen Nährboden für Fäulniskeime bildet. Außerdem konzentriert das Trocknen die Gesundheitspower der Früchte. Also für die Früchte ein großer Pluswert.

In südlichen Ländern ist das Trocknen von Obst und Gemüse noch heute an der Tagesordnung. Wer einen Garten und eine reichlich Ernte hat, konserviert einen Teil durch Trocknen. Weintrauben, Tomaten, Aprikosen, Äpfel, Pfirsiche, Pflaumen, Feigen und Paprika sind auch bei uns in getrocknetem Zustand zugelassen.

Obst und Gemüse bestehen zum größten Teil aus Wasser. Dieses kann ihnen durch die Einwirkung von Wärme entzogen werden. Die getrockneten „Überreste“ haben einen konzentrierteren und intensiveren Geschmack als das Ausgangsobst oder -gemüse. Je schonender die Lebensmittel getrocknet werden, umso mehr Vitalstoffe enthalten sie noch. Getrocknetes Obst hat einen höheren Zuckergehalt und dadurch natürlich auch mehr Kalorien. Der Fruchtzucker geht rasch ins Blut und liefert Ihnen einen Energieschub. Im Vergleich zu frischem Obst haben Trockenfrüchte bis zu 5-mal so viele Kalorien. Da sie allerdings viele Ballaststoffe mitbringen, machen sie aber auch richtig satt. Bei den Trockenfrüchten sieht es mit den empfindlichen wasserlöslichen Vitaminen „mau“ aus, weil diese beim Trocknungsprozess verloren gehen. Deshalb sind getrocknete Früchte kein Ersatz für frisches Obst, allerdings eine gute Ergänzung.

Die getrockneten Kraftpakete stecken voller wichtiger Mineralstoffe. Dafür enthalten sie aber auch mehr Mineralstoffe, wie zum Beispiel Kalium, Kalzium, Natrium. Phosphor, Magnesium oder Eisen:

• Kalium beispielsweise steckt vor allem in getrockneten Aprikosen und Bananen und hilft, den Organismus zu entwässern und den Blutdruck zu regulieren.

• Feigen enthalten viel Kalzium und sind damit gut für die Knochen.

• Rosinen eignen sich als Eisenquelle für Menschen, die kein Fleisch essen. Dieses Eisen wird allerdings nicht so gut vom Körper aufgenommen wie das aus Fleisch, kombinieren Sie es deshalb mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln, dann verbessert sich die Aufnahme.

Sie sollten einfach nehmen, was Ihnen am besten schmeckt.

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