Tipp´s und Trick´s für unseren „Sonntagsbraten“

Genießen Sie am Wochenende gutes Fleisch und verzichten Sie unter der Woche mehr oder weniger darauf.
 
Hier sind meine Tipps für Ihren Einkauf:

Wenn Sie gutes und leckeres Schwein essen wollen, sollten Sie fetteres Fleisch kaufen. Das liefern alte Rassen wie das Angeliter Sattelschwein, das Bunte Bentheimer Schwein oder das Schwäbisch-Hällische Schwein. Denn erst das Fett bringt Wohlgeschmack, Zartheit und Aroma auf den Teller. Das Fett vom Schwein muss schneeweiß und kernig sein. Und zu Ihrer Beruhigung: Das Fett in und am Fleisch erspart Ihnen das Bratfett. Das ausgelassene Fett können Sie wegschütten.

Auch gutes Rindfleisch erkennen Sie an einer schönen Marmorierung mit Fettäderchen. Fragen Sie nach Ochsenfleisch, denn das hat einen höheren Fettanteil und ist qualitativ hochwertiger. Bullenfleisch ist magerer und schmeckt nicht so gut (Jungbullen lassen sich jedoch zu höheren Gewichten mästen und bringen so mehr Geld...). Rindfleisch sollte überdies gut abgehangen sein, fragen Sie auf alle Fälle danach. Diesen Reifungsprozess braucht es, um weich und schmackhaft zu werden. Das Abhängen wird aus Zeitgründen (Zeit ist Geld!) vielfach unterlassen.

Beim Kauf von Geflügelfleisch gehen Sie mit Bio-Geflügel auf Nummer sicher. Denn dann können Sie sicher sein, dass es keine Turbo-Entwicklung hinter sich hat. In konventionellen Betrieben werden die Tiere in gut 30 Tagen zum Schlachtgewicht getrieben. Ein gutes Hähnchen braucht viel länger. Ein 140 Tage alter Mistkratzer aus der Hofhaltung wird eine echte Delikatesse sein.

Generell machen Sie am besten auch einen Bogen um die Fleischtheke im Supermarkt, denn hier gibt es meist nur Fleisch aus der Intensivmast. Der Ökobauer Karl Ludwig Schweisfurth, dem früher der Wurstkonzern Herta gehörte: „Diese Tiere kennen kein Tageslicht, keine frische Luft, keine Bewegung. Sie fressen einen Eiweißmix aus aller Herren Länder: Soja aus Südamerika, Tapioka aus Indonesien, dazu Fisch- und Tierkörpermehle, also das, was von kranken, verendeten Tieren übrig geblieben ist.“ Hochgezüchtete Hühner wüssten nicht einmal mehr, wie huhn ein Nest baut oder einen Wurm pickt. Wenn wir Tiere essen, so meint er, müssen wir auch dafür sorgen, dass sie gut gelebt haben. Erst dann können sie uns in jeder Hinsicht munden.

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