Süße Lust, Sultaninen

Bei den getrockneten Beeren von Weinstöcken entsteht leicht Verwirrung. Rosinen sind Ahnfrauen, die noch mit Stumpf und Stiel geerntet wurden. Sie sind inzwischen von ihren Enkelinnen abgelöst worden, die aus der kernlosen Thompson- oder Sultana - Traube gewonnen werden.

Auf den Geschmack kommt es an:
Aus Australien, Südafrika und Kalifornien kommen große, schöne Früchte mit gutem Geschmack, sauber verlesen, hygienisch verpackt und in guter Qualität. Nicht so schön einladend sehen Sultaninen aus der Türkei aus, weil sie weniger sorgfältig verlesen sind. Es lässt sich zuhause nachholen und verspricht Belohnung, denn sie haben eine angenehm dünne Haut und ein sehr ausgewogenes Verhältnis zwischen Süße und Säure. Wenn sie so ansehnlich wie die Konkurrenz angeboten würden, könnten sich ihren große Chancen auf unseren Märkten eröffnen.

Der kleine Unterschied:
Aus klimatischen Gründen ist es nur in Kalifornien möglich, Trauben ohne jede Behandlung zu trocknen. Etwa 3 bis 5 Wochen sind sie der Sonne ausgesetzt, wo sie durch einen Fermentierungsprozess dunkel werden. Alle anderen Produzenten tauchen die Trauben in eine Öl-Pottasche-Lösung, um die Haut porös zu machen. So kann die Feuchtigkeit in der Sonne leicht entweichen und die Trocknung auf 10 bis 14 Tage reduziert werden. Winzige Außenseiter sind Korinthen, die den Namen der griechischen Hafenstadt tragen, als beste Sorte gilt die Vostizza.

Rosinen - Salat - Rezept:
50 ml trockenen Sherry von 50g Rosinen aufsaugen lassen. 100g Kerne vom Granatapfel, winzige Würfel eines Cox-Orange und 1 Tl. Zitronensaft untermischen. Mit Creme aus halb Quark und Creme fraiche mit etwas Honig vermischen.

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