Mit Ballaststoffen besser leben

Was sind Ballaststoffe?

Neben Eiweiß, Fetten, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen enthält unsere Nahrung auch einen gewissen Anteil an Ballaststoffen. Das sind Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel, die unverdaulich sind. Lange Zeit glaubte man, daß diese Substanzen unnötiger Ballast sind und daß sie unseren Körper ohne jegliche nutzbringende Wirkung passieren. Man hielt sie sogar für schädlich bei Magen- und Darmerkrankungen. Heute weiß man, daß sie ein wichtiger Füllstoff für den Verdauungstrakt sind. Sie fördern die unbedingt notwendige Darmperistaltik (Magen und Darmbewegungen) und beschleunigen somit dem Stofftransport.

Wieviel Ballaststoffe pro Tag?

Ärzte und Ernährungswissenschaftler empfehlen eine tägliche Menge von 40 bis 60 Gramm Ballaststoffen. Den höchsten Anteil liefert die Weizenkleie: in 100g Kleie sind 44g Ballaststoffe enthalten. Man kann sie als Suppeneinlage verwenden oder gemixt mit Milch, Joghurt, Kefir, Sauermilch oder Fruchtsaft zu sich nehmen.
Man muß aber nicht unbedingt Weizenkleie essen, um seinen Körper die ausreichende Menge an Ballaststoffen zuzuführen, denn neben allen Arten von Hülsenfrüchten wie Bohnenkerne, Erbsen, Linsen bieten Obst und Gemüse besonders im rohen Zustand jede Menge Ballaststoffe. Z.B. 100g Petersilie haben 9,1g Ballaststoffe, bei 100g gegarten Karotten sind es 3,1g, bei Spinat 6,3g und bei frischen Johannisbeeren sogar über 8g.
Wer den Tag gut anfangen möchte, ißt zum Frühstück Cornflakes, oder er bereitet sich aus Haferflocken, Nüssen und getrockneten Früchten ein ballaststoffreiches Müsli zu. Auch allein der Verzehr von Brot aus Mehlen mit einem höheren Schrotanteil sorgt für eine erhöhte Ballaststoffzufuhr.

Knabbern Sie Ballaststoffe!

Trockenfrüchte wie Aprikosen, Feigen und Pflaumen sowie Mandeln und Kokosnuß haben einen Ballaststoffgehalt zwischen 24 und 13,6g je 100g, sind also eine verdauungsfördernde Fernsehknabberei.

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